Im gesamten audiovisuellen Sektor Europas generieren und verwalten Organisationen täglich große Mengen an Inhalten. Nachrichtenagenturen produzieren schnell verifiziertes Material, Rundfunkanstalten unterhalten umfangreiche Archive und Produzenten schaffen Werke, die über Märkte und Partner hinweg verbreitet werden. Trotz ihrer unterschiedlichen Aufgaben stehen sie jedoch vor einer gemeinsamen Herausforderung: Der Wert ihrer Inhalte wird oft durch fragmentierte Arbeitsabläufe und Metadaten eingeschränkt, die inkonsistent, unvollständig oder schwer wiederverwendbar sind.

TEMS wird entwickelt, um dieser Realität zu begegnen, indem es einen kohärenteren, vernetzten Ansatz für Produktions- und Archivdaten unterstützt. Der Schwerpunkt liegt nicht darauf, bestehende Systeme zu ersetzen, sondern Organisationen dabei zu helfen, die von ihnen bereits erstellten Informationen besser zu nutzen – indem die Auffindbarkeit verbessert, eine verantwortungsvolle Wiederverwendung ermöglicht und die betriebliche Effizienz im gesamten Ökosystem gesteigert wird.

Wichtige Informationen beim Transfer von Inhalten zwischen Systemen intakt halten

Für Nachrichtenagenturen sind Metadaten die Grundlage für die Zuverlässigkeit und Verbreitung ihrer Produkte. Agenturen verwalten Quellenangaben, Rechteinformationen und beschreibende Felder, die beim Transfer von Inhalten zwischen Kunden und Plattformen unverändert bleiben müssen. In der Praxis können diese Informationen jedoch verloren gehen oder verändert werden, wenn Assets verschiedene Systeme oder Liefervorgaben durchlaufen. So kann es vorkommen, dass ein Foto in einem Workflow seine IPTC-Felder behält, in einem anderen jedoch verliert, oder dass ein Videoclip je nach Empfänger mit unterschiedlichen Rechteangaben geliefert wird.

TEMS möchte Agenturen unterstützen, indem es eine konsistentere Handhabung von Metadaten fördert und dazu beiträgt, dass wichtige Informationen während des gesamten Lebenszyklus eines Assets erhalten bleiben.

Große, vielfältige Archive leichter navigierbar und wiederverwendbar machen

Für Rundfunkveranstalter besteht die Herausforderung häufig in der Größe und Vielfalt ihrer Archive. Die Sammlungen können Jahrzehnte umfassen und unter unterschiedlichen technischen Standards und organisatorischen Strukturen entstanden sein. Metadaten können in mehreren Systemen gespeichert sein, deren Vollständigkeit oder Abstimmung unterschiedlich ist. Dies erschwert es, den Wert ihrer Archive voll auszuschöpfen – sei es für die interne Produktion, für öffentlich-rechtliche Aufgaben oder für die Lizenzvergabe.

TEMS wird entwickelt, um kohärentere Metadatenpraktiken zu unterstützen und den Austausch von angereicherten Informationen zwischen Produktions-, Archiv- und Vertriebsumgebungen zu vereinfachen. Beispiele hierfür sind die Harmonisierung von Identifikatoren in älteren Katalogen oder die Reduzierung manueller Abgleichvorgänge zwischen Systemen.

Sicherstellen, dass Arbeiten während der Weitergabe zwischen Partnern identifizierbar bleiben

Für Produzenten sind Metadaten zunehmend mit der Sichtbarkeit und Verbreitung ihrer Werke verbunden. Förderinstitutionen, Vertreiber und Plattformen verlangen oft unterschiedliche Berichtsformate, und kleinere Unternehmen verfügen möglicherweise nicht über die Ressourcen, um diese Verpflichtungen effizient zu erfüllen. Ein einzelnes Werk muss möglicherweise mehrfach beschrieben werden, mit Unterschieden hinsichtlich der Mitwirkenden, Rechte oder technischen Spezifikationen.

TEMS zielt darauf ab, diese Situation zu vereinfachen, indem es einen einzigen Zugangspunkt für angereicherte Produktionsdaten unterstützt und so dazu beiträgt, dass Werke unabhängig von der Größe des Unternehmens in ganz Europa korrekt identifiziert, zugeordnet und auffindbar sind.

Auf dem Weg zu einem stärker vernetzten audiovisuellen Ökosystem

In allen drei Teilbereichen liegt die Chance darin, Metadaten zuverlässiger, portabler und nützlicher zu machen. Durch die Unterstützung klarerer Strukturen und konsistenterer Abläufe möchte TEMS Unternehmen dabei helfen, das Potenzial der bereits verwalteten Ressourcen voll auszuschöpfen.

Das Ergebnis ist eine besser vernetzte audiovisuelle Umgebung, in der Inhalte mit größerer Sicherheit gefunden, verstanden und wiederverwendet werden können – was sowohl die betriebliche Effizienz als auch den langfristigen kulturellen Wert stärkt.