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| TEMS Newsletter #8 |
| TEMS (Trusted European Media data Space) ist ein Gemeinschaftsprojekt von 42 Organisationen, die Hunderte von Akteuren aus 12 Ländern im Kultur- und Kreativbereich vertreten. TEMS ist die führende europäische Initiative zum Aufbau eines widerstandsfähigen, datengesteuerten Ökosystems im Medienbereich. |
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| Data Spaces Symposium: Ein Aufruf zur Skalierung |
| „Wir haben enorme Anstrengungen, Ressourcen und Denkarbeit in das Pflanzen des Baumes – den Aufbau der technischen Grundlagen – investiert. Jetzt, da die ersten Äpfel deutlich sichtbar sind, ist es Zeit für einen Mentalitätswechsel. Seien Sie nicht schüchtern: Bringen Sie Körbe mit, es gibt echte Werte, die geerntet werden können. In der zweiten Saison geht es um Akzeptanz, Nutzung und tragfähige Geschäftsmodelle. Die Grundlagen sind geschaffen, das Ökosystem trägt Früchte. Jetzt kommt es darauf an sicherzustellen, dass diese Ergebnisse skaliert werden, den Markt erreichen und für alle Beteiligten eine nachhaltige Wirkung haben.“ |
| Mit diesen Worten wurde das Data Spaces Symposium 2026 in Madrid eröffnet. Vor Politikern, Forschern und Innovatoren aus Europa und darüber hinaus betonte Boris Otto vom Fraunhofer ISST die Dringlichkeit, globale Standards zu setzen, die es Europa ermöglichen, gemeinsam die Vorteile von Daten zu nutzen. Seine Botschaft gab den Ton für die gesamte Veranstaltung vor: Die Grundlagen sind geschaffen – jetzt muss der Fokus auf die Umsetzung, Skalierung und nachhaltige Wertschöpfung verlagert werden. |
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| TEMS als Grundpfeiler für KI-fähige, urheberrechtlich geschützte Mediendaten |
| Carola Guirado von AFP stellte eine klare Diagnose der Herausforderungen für den Mediensektor im Zusammenhang mit KI: Das Problem ist nicht die Datenknappheit, sondern die Fragmentierung, inkonsistente Metadaten, uneinheitlich angewandte Standards und komplexe Regeln für die Rechteverwaltung, die eine sichere und großflächige Nutzung europäischer Medieninhalte erschweren. Sie argumentierte, dass die Einsatzbereitschaft künstlicher Intelligenz weit mehr als nur Datenqualität erfordert: es braucht gemeinsame Standards, multimodale Datenmodelle, maschinenlesbare Rechte, stabile Zugangspunkte und vollständige Rückverfolgbarkeit. Ohne koordinierte Bemühungen zur Strukturierung und zum Schutz ihrer Inhalte laufen Medienunternehmen Gefahr, an kommerziellem Wert zu verlieren, da KI-Unternehmen zunehmend eigene Tools entwickeln, um Medienarchive zu bereinigen, zu indexieren und für andere Zwecke wiederzuverwenden. |
| Hier kommt TEMS ins Spiel und sorgt für eine Transformation. Durch die Bereitstellung eines vertrauenswürdigen europäischen Governance-Modells ermöglicht TEMS Nachrichtenagenturen, Rundfunkanstalten, Verlagen, Faktenprüfern, Podcastern und XR-Studios die Zusammenarbeit nach gemeinsamen Regeln und mit technischen Sicherheitsvorkehrungen. Dank maschinenlesbarer Rechte, Herkunftsangaben und sicherem Datenaustausch können KI-Innovationen genutzt werden, ohne dabei geistiges Eigentum zu gefährden. Guirado hob konkrete Beispiele hervor, um zu zeigen, wie Datenräume neue Einnahmequellen generieren und die demokratische Widerstandsfähigkeit stärken können. Ihr Fazit war eindeutig: KI-fokussierte Datenräume sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass das europäische Medienökosystem gemeinsam innovativ bleibt und gleichzeitig die Kontrolle über seine Rechte, seinen Wert und seine Zukunft behält. |
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| Wie TEMS dazu beiträgt, den Grundstein für zukünftige Werte zu legen |
| Die Intervention von VRT machte das Potenzial von Datenräumen für die Kultur- und Kreativbranche sehr greifbar. Ausgehend von ihrem virtuellen Produktions-Setup – mit einem multifunktionalen Studio und einer LED-Wand – zeigten sie, wie die Wiederverwendung von 3D-Modellen für eine effiziente, zukunftssichere Erstellung von Inhalten immer wichtiger wird. VRT skizzierte die konkreten Bedürfnisse von Medienunternehmen: Zugang zu relevanten 3D-Modellen, die an Broadcast-Workflows angepasst sind, bessere Auffindbarkeit europäischer 3D-Anbieter, Unterstützung für neue Formate wie Gaussian Splatting und Möglichkeiten, die interne Erstellung mit Wiederverwendung und externer Zusammenarbeit in Einklang zu bringen. Auf der anderen Seite suchen 3D-Digitalisierer nach zuverlässigen Einstiegsmöglichkeiten in den Mediensektor, nach Möglichkeiten, redaktionelle Anforderungen zu verstehen und nach Kanälen, um ihre Modelle über den Bereich Kulturerbe und Tourismus hinaus zu monetarisieren und anzupassen. |
| In diesem Zusammenhang trägt TEMS dazu bei, den Weg für neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Rundfunkanstalten, Kulturerbe-Institutionen, 3D-Digitalisierungsunternehmen und anderen kreativen Akteuren zu ebnen. Das in der Sitzung vorgestellte Konzept eines 3D-Modell-Marktplatzes – komplett mit Filtern, Rechten und Lizenzen, Lesezeichen und integrierten Kaufabläufen – veranschaulicht, wie eine vertrauenswürdige Umgebung die Entdeckung, den Austausch und die gemeinsame Gestaltung hochwertiger Kulturgüter unterstützen könnte. Durch die Suche nach Möglichkeiten, Repositorien wie Arcturs 3D Heritage mit Medienproduktionsabläufen zu verbinden, und durch die Einladung von Interessensgruppen, die Diskussion in speziellen Workshops fortzusetzen, geht es bei dieser Arbeit nicht darum, ein fertiges Produkt zu präsentieren, sondern die Voraussetzungen für ein zukünftiges Ökosystem zu schaffen, in welchem kulturelle, mediale und sprachliche Ressourcen auf strukturierte, rechtskonforme Weise wiederverwendet, angereichert und monetarisiert werden können. |
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| Von strategischen Empfehlungen zur praktischen Umsetzung |
| Die Referenten betonten wiederholt, dass eine beschleunigte Einführung nun davon abhängt, dass Datenräume leichter zugänglich, verständlicher und benutzerfreundlicher werden. In allen Sitzungen lag der Schwerpunkt auf praktischen Hilfsmitteln: Testmöglichkeiten vor der Investition, maßgeschneidertes Onboarding und Partnerschaften mit Altsystemen, die es Unternehmen ermöglichen, sich zu beteiligen, ohne ihre gesamte Infrastruktur umstellen zu müssen. Die Teilnehmer betonten außerdem die Notwendigkeit, das Bewusstsein zu schärfen, Anreize für das Engagement zu schaffen und weiterhin ein dynamisches, interoperables Ökosystem aufzubauen, in dem Datenräume sich miteinander verbinden und gemeinsam weiterentwickeln können. Diese Empfehlungen spiegeln das gemeinsame Verständnis wider, dass der Abbau von Barrieren – und nicht die Schaffung neuer Abstraktionsebenen – darüber entscheiden wird, ob sich Datenräume in ganz Europa durchsetzen werden. |
| Und doch war die wichtigste Schlussfolgerung vom DSS 2026 bemerkenswert einfach. Wie Cofinity-X gezeigt hat, ist der schnellste Weg für Unternehmen, den Wert eines Datenraums zu erkennen, ihn direkt zu erleben. Geben Sie den Menschen Zugang, weisen Sie Ihnen eine Identität zu, richten Sie einen Konnektor ein, führen Sie sie durch ein reales Szenario – und schon ergibt alles Sinn. Nach jahrelangen konzeptionellen Debatten bewegt sich die Community entschlossen in Richtung einer praktischen Umsetzung. Die Botschaft, die in allen Sektoren Anklang fang, war klar: Schluss mit Debatten, jetzt muss gehandelt werden. Die nächste Phase in Europa wird nicht durch Rahmenbedingungen, sondern durch die Nutzung bestimmt werden. |
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| NEUER ONLINE-WORKSHOP: 3D-KULTURERBEMODELLE IN DEN MEDIEN |
| In diesem TEMS-Online-Workshop werden wir die die Einsatzmöglichkeiten von 3D-Modellen in der Medienlandschaft erkunden. Wie können Sender 3D-Modelle in ihren (virtuellen) Produktionen nutzen? Welche Modelle sind für Spiele verfügbar und sofort einsatzbereit? Und lassen sich 3D-Modelle auch in Newsrooms oder anderen innovativen, zukunftssicheren Produktionen einsetzen? Der Workshop will den Dialog zwischen Kulturerbe- und Medienorganisationen fördern, um den Nutzen von 3D-Modellen für innovative Medien zu erörtern und den TEMS-Marktplatz und Co-Creation-Place für 3D-Umgebungen für virtuelle Produktionen zu einer nützlichen Plattform auszubauen. |
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